Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr...

Friedhof Berensch - Arensch: Unterschied zwischen den Versionen

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Karte)
K
 
Zeile 1: Zeile 1:
[[Image:Friedhof_Berensch.jpg|Kapelle auf dem Berenscher Friedhof 2009|thumb|right]]
+
[[Datei:Friedhof Berensch 0275 pedia.jpg|Friedhof 2026|thumb|right]]
 +
 
  
 
<br>
 
<br>
Zeile 6: Zeile 7:
 
===Historie und allgemeine Friedhofsbeschreibung===
 
===Historie und allgemeine Friedhofsbeschreibung===
  
Chronik des Ortsvorstehers Siegfried Osterndorff:<br/>
+
Chronik des Ortsvorstehers Siegfried Osterndorff:<br>
Im Jahre [[1932]] kaufte die Gemeinde [[Berensch]]-[[Arensch]] von dem Bauern Heinrich
+
Im Jahre [[1932]] kaufte die Gemeinde [[Berensch]]-[[Arensch]] von dem Bauern Heinrich Thalmann ein 10.500 qm großes Ackerstück östlich der [[Oxstedter Straße]] zur Anlegung eines Friedhofes. Auf dem Flurstück wurden vier durch Wege aufgeteilte Grabfelder angelegt. Auf dem nördlichen und südlichen Teil wurden Tannen angepflanzt und im Süden des Grundstücks wurde ein Haupttor angelegt.
Thalmann ein 10.500 qm großes Ackerstück östlich der [[Oxstedter Straße]] zur Anlegung eines Friedhofes. Auf dem Flurstück wurden vier durch Wege aufgeteilte Grabfelder angelegt. Auf dem nördlichen und südlichen Teil wurden Tannen angepflanzt und im Süden
+
 
des Grundstücks ein Haupttor angelegt.
+
Ein um das Grundstück herum aufgeworfener Wall diente vorerst als Einzäunung. Im Jahre 1936 wurde von der Gemeinde Berensch-Arensch im nördlichen Bereich eine aus Klinkersteinen gemauerte und mit Stroh gedeckte Friedhofskapelle errichtet. 1970 wurde das Reetdach durch ein Eternitdach ersetzt.
Ein um das Grundstück herum aufgeworfener Wall diente vorerst als Einzäunung.
+
 
Im Jahre 1936 wurde von der Gemeinde Berensch-Arensch im nördlichen Bereich
+
Die Friedhofskapelle, die bis 1946 ausschließlich für Trauerfeiern genutzt wurde, war zunächst nur dürftig eingerichtet, sodass die Trauergäste während der Ansprache stehen mussten. Für die Kapelle wurde nun auch noch eine Glocke gesucht. Während des 2.Weltkrieges gab es aber keine Möglichkeit, eine Glocke zu erhalten.
eine aus Klinkersteinen gemauerte und mit Stroh gedeckte Friedhofskapelle errichtet.
+
 
1970 wurde das Reetdach durch ein Eternitdach ersetzt.
+
Im Jahre [[1946]] entdeckte ein Berenscher eine Glocke beim [[Minendepot|Munitionsdepot]] in [[Oxstedt]]. Wie sie dort hinkam und woher war nicht feststellbar. In einer “Nacht- und Nebelaktion“ wurde sie mit einem Pferdefuhrwerk zum Berenscher Friedhof geholt. Die Glocke wurde in einem selbstgefertigten Glockenstuhl aufgehängt. Dieser wurde 1972 von der Stadt Cuxhaven erneuert.
Die Friedhofskapelle, die bis 1946 ausschließlich für Trauerfeiern genutzt wurde, war
+
 
zunächst nur dürftig eingerichtet, sodass die Trauergäste während der Ansprache
+
Eine Handpumpe zur Wasserentnahme war 1938 auf dem Friedhofsgelände installiert worden. Da die Bohrung im Laufe der Jahre versandete, wurde [[1970]] von vier Berenscher Einwohnern in Eigenleistung ein Brunnen gegraben.
stehen mussten. Für die Kapelle wurde nun auch noch eine Glocke gesucht.
+
Während des 2.Weltkrieges gab es aber keine Möglichkeit, eine Glocke zu erhalten.
+
Im Jahre [[1946]] entdeckte ein Berenscher eine Glocke beim [[Minendepot|Munitionsdepot]] in
+
[[Oxstedt]]. Wie sie dort hinkam und woher war nicht feststellbar.
+
In einer “Nacht- und Nebelaktion“ wurde sie mit einem Pferdefuhrwerk zum
+
Berenscher Friedhof geholt. Die Glocke wurde in einem selbstgefertigten
+
Glockenstuhl aufgehängt. Dieser wurde 1972 von der Stadt Cuxhaven erneuert.
+
Eine Handpumpe zur Wasserentnahme war 1938 auf dem Friedhofsgelände
+
installiert worden. Da die Bohrung im Laufe der Jahre versandete, wurde [[1970]] von
+
vier Berenscher Einwohnern in Eigenleistung ein Brunnen gegraben.
+
 
Die dazu benötigten Betonringe kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch.
 
Die dazu benötigten Betonringe kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch.
[[1983]] wurde der Friedhof an die städtische Wasserleitung angeschlossen.
+
 
Im Jahre [[1970]] wurde wegen zunehmenden Wildschadens auf dem Friedhofswall ein
+
[[1983]] wurde der Friedhof an die städtische Wasserleitung angeschlossen. Im Jahre [[1970]] wurde wegen zunehmenden Wildschadens auf dem Friedhofswall ein Zaun gesetzt. Das Material (Eisenpfähle, Drahtgeflecht) kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch, der Zaun wurde in ehrenamtlicher Arbeit von Berenscher Einwohnern gesetzt. [[1990]] wurde dieser Zaun von der Stadt erneuert.
Zaun gesetzt. Das Material (Eisenpfähle, Drahtgeflecht) kaufte die Gemeinde
+
 
Berensch-Arensch, der Zaun wurde in ehrenamtlicher Arbeit von Berenscher
+
Der erste Friedhofswärter war Bernhard Lührsen aus Berensch. Ihm oblag die Pflege der Friedhofshecken und der Wege, sowie das Ausheben und Abdecken der Gruft. Hierfür erhielt er von der Gemeinde Berensch-Arensch eine geringe Entschädigung. Als Nachfolger übernahm Amandus Harms, ebenfalls aus Berensch, ab [[1968]] das Amt des Friedhofwärters. Er sorgte dafür, dass nach und nach Stühle und Bänke in der Friedhofskapelle aufgestellt wurden. Diese sind überwiegend in Eigenleistung hergestellt worden. Erst im Jahre [[1981]] erhielt die Friedhofskapelle aus Verfügungsmitteln des Ortsvorstehers neue Bänke. Am [[31. März]] [[1987]] legte der letzte ehrenamtliche Friedhofswärter Amandus Harms aus Altersgründen sein Amt nieder.
Einwohnern gesetzt. [[1990]] wurde dieser Zaun von der Stadt erneuert.<br/>
+
Der erste Friedhofswärter war Bernhard Lührsen aus Berensch. Ihm oblag die Pflege
+
der Friedhofshecken und der Wege, sowie das Ausheben und Abdecken der Gruft.
+
Hierfür erhielt er von der Gemeinde Berensch-Arensch eine geringe Entschädigung.
+
Als Nachfolger übernahm Amandus Harms, ebenfalls aus Berensch, ab [[1968]] das
+
Amt des Friedhofwärters. Er sorgte dafür, dass nach und nach Stühle und Bänke in
+
der Friedhofskapelle aufgestellt wurden. Diese sind überwiegend in Eigenleistung
+
hergestellt worden. Erst im Jahre [[1981]] erhielt die Friedhofskapelle aus
+
Verfügungsmitteln des Ortsvorstehers neue Bänke. Am [[31. März]] [[1987]] legte der
+
letzte ehrenamtliche Friedhofswärter Amandus Harms aus Altersgründen sein Amt
+
nieder.
+
  
 
==Weitere Informationen==
 
==Weitere Informationen==
Zeile 61: Zeile 41:
 
==Bilder==
 
==Bilder==
 
<gallery widths="240" heights="205" perrow="4">
 
<gallery widths="240" heights="205" perrow="4">
 +
Image:Friedhof_Berensch.jpg|Kapelle
 
Datei: Friedhof Berensch IMG 2026-05-08-13-49-57-249.jpg |Blick vom Haupteingang 2026
 
Datei: Friedhof Berensch IMG 2026-05-08-13-49-57-249.jpg |Blick vom Haupteingang 2026
 
Datei: Friedhof Berensch IMG 2026-05-08-13-54-04-878.jpg |2026
 
Datei: Friedhof Berensch IMG 2026-05-08-13-54-04-878.jpg |2026

Aktuelle Version vom 20. Juni 2026, 18:59 Uhr

Friedhof 2026




Historie und allgemeine Friedhofsbeschreibung

Chronik des Ortsvorstehers Siegfried Osterndorff:
Im Jahre 1932 kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch von dem Bauern Heinrich Thalmann ein 10.500 qm großes Ackerstück östlich der Oxstedter Straße zur Anlegung eines Friedhofes. Auf dem Flurstück wurden vier durch Wege aufgeteilte Grabfelder angelegt. Auf dem nördlichen und südlichen Teil wurden Tannen angepflanzt und im Süden des Grundstücks wurde ein Haupttor angelegt.

Ein um das Grundstück herum aufgeworfener Wall diente vorerst als Einzäunung. Im Jahre 1936 wurde von der Gemeinde Berensch-Arensch im nördlichen Bereich eine aus Klinkersteinen gemauerte und mit Stroh gedeckte Friedhofskapelle errichtet. 1970 wurde das Reetdach durch ein Eternitdach ersetzt.

Die Friedhofskapelle, die bis 1946 ausschließlich für Trauerfeiern genutzt wurde, war zunächst nur dürftig eingerichtet, sodass die Trauergäste während der Ansprache stehen mussten. Für die Kapelle wurde nun auch noch eine Glocke gesucht. Während des 2.Weltkrieges gab es aber keine Möglichkeit, eine Glocke zu erhalten.

Im Jahre 1946 entdeckte ein Berenscher eine Glocke beim Munitionsdepot in Oxstedt. Wie sie dort hinkam und woher war nicht feststellbar. In einer “Nacht- und Nebelaktion“ wurde sie mit einem Pferdefuhrwerk zum Berenscher Friedhof geholt. Die Glocke wurde in einem selbstgefertigten Glockenstuhl aufgehängt. Dieser wurde 1972 von der Stadt Cuxhaven erneuert.

Eine Handpumpe zur Wasserentnahme war 1938 auf dem Friedhofsgelände installiert worden. Da die Bohrung im Laufe der Jahre versandete, wurde 1970 von vier Berenscher Einwohnern in Eigenleistung ein Brunnen gegraben. Die dazu benötigten Betonringe kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch.

1983 wurde der Friedhof an die städtische Wasserleitung angeschlossen. Im Jahre 1970 wurde wegen zunehmenden Wildschadens auf dem Friedhofswall ein Zaun gesetzt. Das Material (Eisenpfähle, Drahtgeflecht) kaufte die Gemeinde Berensch-Arensch, der Zaun wurde in ehrenamtlicher Arbeit von Berenscher Einwohnern gesetzt. 1990 wurde dieser Zaun von der Stadt erneuert.

Der erste Friedhofswärter war Bernhard Lührsen aus Berensch. Ihm oblag die Pflege der Friedhofshecken und der Wege, sowie das Ausheben und Abdecken der Gruft. Hierfür erhielt er von der Gemeinde Berensch-Arensch eine geringe Entschädigung. Als Nachfolger übernahm Amandus Harms, ebenfalls aus Berensch, ab 1968 das Amt des Friedhofwärters. Er sorgte dafür, dass nach und nach Stühle und Bänke in der Friedhofskapelle aufgestellt wurden. Diese sind überwiegend in Eigenleistung hergestellt worden. Erst im Jahre 1981 erhielt die Friedhofskapelle aus Verfügungsmitteln des Ortsvorstehers neue Bänke. Am 31. März 1987 legte der letzte ehrenamtliche Friedhofswärter Amandus Harms aus Altersgründen sein Amt nieder.

Weitere Informationen

Anschrift: Oxstedter Straße 152b, 27476 Cuxhaven

Gesamtfläche: 10.597 m²

Grabarten:

pflegefreie Partner-Urnen-Wahlgräber
individuelle Urnen-Wahlgräber
individuelle Erd-Wahlgräber
Erd-Wahlgräber als pflegefreie Rasengräber[1]

Verwaltung: siehe Friedhof Brockeswalde

Karte

Openstreetmaps Berensch.jpg

Bilder


Fußnoten

  1. Die einzelnen Grabarten sind auf der Seite 'Friedhof Brockeswalde' in einem separaten Abschnitt beschrieben.