Cuxhavener Hochseefischerei GmbH (Reederei Ahlf): Unterschied zwischen den Versionen
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Alle weiteren Fischdampfer erhielten geografische Namen (''Kurmark, Mark Brandenburg, Pommern, Saarland (umbenannt in Preussen), Westfalen, Württemberg, Baden, Thüringen''). | Alle weiteren Fischdampfer erhielten geografische Namen (''Kurmark, Mark Brandenburg, Pommern, Saarland (umbenannt in Preussen), Westfalen, Württemberg, Baden, Thüringen''). | ||
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| − | Im Sommer des Jahres 1969 übernahm die „Nordsee“ die „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“. Die insgesamt 350 Arbeiter und Angestellten wurden ebenso wie das seemännische Personal in die „Nordsee“ eingegliedert. | + | Im Sommer des Jahres 1969 übernahm die [["Nordsee" Deutsche Hochseefischerei|„Nordsee“]] die „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“. Die insgesamt 350 Arbeiter und Angestellten wurden ebenso wie das seemännische Personal in die „Nordsee“ eingegliedert. |
Die Schiffe ''Kurmark, Mark Brandenburg, Westfalen, Baden, Württemberg, Thüringen, Hessen'' und ''Saar'' gingen in den Besitz der „Nordsee“ über. | Die Schiffe ''Kurmark, Mark Brandenburg, Westfalen, Baden, Württemberg, Thüringen, Hessen'' und ''Saar'' gingen in den Besitz der „Nordsee“ über. | ||
Aktuelle Version vom 13. Januar 2026, 10:57 Uhr
Die Cuxhavener Hochseefischerei GmbH (Reederei Ahlf) war eine Cuxhavener Fischdampferreederei der 1950er und 1960er Jahre.
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte
Am 10. Juni 1938 schlossen in Danzig die „Deutsche Heringsfischerei GmbH“ (vertreten durch Robert Ahlf), die „Danziger Fischzentrale GmbH“ (vertreten durch Willy Böhm) und Helmut Leiding einen Gesellschaftsvertrag zur Gründung der „Danziger Heringsfischerei GmbH“.
1946 wurden in Cuxhaven als Gesellschafter die „Danziger Heringshandels GmbH“, die Fa. „Braun & Co.“, die Firma „Schlicht & Wollmann“ sowie Robert Ahlf geführt.
Die Gründung und weitere Entwicklung der GmbH
1949 wurde die „Danziger Heringsfischerei GmbH“ in „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“ mit Sitz in Cuxhaven umbenannt. Generaldirektor wurde Robert Ahlf, dem Aufsichtsrat gehörten Diedrich Hahn (Hußmann & Hahn), Oberbürgermeister Karl Olfers und Alfred Thodte (Danziger Heringshandelsgesellschaft) an.
1950 trat die Fa. „Ernst Braun & Co.“ Ihre Geschäftsanteile an Robert Ahlf ab.
Die Anteile der Fa. „“Schlicht & Wollmann“ wurden 1957 an Robert Ahlf sowie die Fa. „BOLMA Heringshandels GmbH“ abgetreten.
1957 befand sich das Stammkapital zu je 50% in den Händen von Robert Ahlf und der Fa. „BOLMA“.
Der Aufbau der Flotte
Die Firma „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“ begann mit vier alten Fischdampfern aus Danzig (Steegen, Neufähr, Bollermann und Schiewenhorst). Diese wurden schon 1950 und 1951 zum Abwracken verkauft.
Außerdem wurden die amerikanischen Fischdampfer Storm, Pacific und Ocean von 1949 bis 1952 durch die „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“ im Charter bereedert.
Bereits 1950 wurden die ersten Neubauten in Dienst gestellt (Schlesien, Franken, Bayern, Schwaben).
Der Landbetrieb wurde 1951 auf der sog. Westernplatte neu errichtet, während die Büros noch lange Zeit in der Fischhalle IX verblieben, bis auch sie auf die andere Hafenseite umzogen.
Alle weiteren Fischdampfer erhielten geografische Namen (Kurmark, Mark Brandenburg, Pommern, Saarland (umbenannt in Preussen), Westfalen, Württemberg, Baden, Thüringen).
Das Fischereimotorschiff Hessen war 1960 der erste Cuxhavener Heckfänger. (Es ging 1987 unter.) Das Schwesterschiff Saar war 1961 der letzte Neubau der Reederei.
Das Ende
Am 30. November 1968 verstarb der Gründer, Miteigentümer und langjährige Geschäftsführer der „Cuxhavener Hochseefischerei“ Robert Ahlf im Alter von 71 Jahren. Seine Urne wurde am 12. Dezember 1968 mit der „Thüringen“ in die Nähe von Spiekeroog gebracht und dort dem Meer übergeben.
Zum Geschäftsführer wurde am 5.12.1968 der seit 1951 in der Reederei beschäftigte Kaufmann Helmut Junge bestellt.
Dies endete mit der Bestellung der neuen Geschäftsführer Marx-Henning Rehder und Anton Dirk Hoogcarspel im Juni 1969.
Im Sommer des Jahres 1969 übernahm die „Nordsee“ die „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“. Die insgesamt 350 Arbeiter und Angestellten wurden ebenso wie das seemännische Personal in die „Nordsee“ eingegliedert.
Die Schiffe Kurmark, Mark Brandenburg, Westfalen, Baden, Württemberg, Thüringen, Hessen und Saar gingen in den Besitz der „Nordsee“ über.
Mit der Löschung im Handelsregister endete 1972 die Geschichte der „Cuxhavener Hochseefischerei GmbH“.
Allerdings gab es Anfang der 2000er Jahre noch regelmäßige Treffen der ehemaligen „Ahlf“-Leute.
Literatur
- Nik Schumann: Cuxhaven, die Große Hochseefischerei und der Seefischmarkt
- Wilfried Brandes: „Nordsee“
- Karl B. Kühne: Hafen am Meer
- Dieter Kokot: Nach See zum Fischfang