Friedhof Döse
Zuerst bildeten die Grabstätten um die St. Gertrud-Kirche den Friedhof Döse[1]. Dann folgte der Friedhof Döse 2, der an den Straßen Steinmarner Straße, Stickenbütteler Weg und Heinrich-Grube-Weg liegt. Der Friedhof Döse wurde am 19. Mai 1846 eingeweiht. Am 31. Mai 1847 erfolgte der Erlass einer Friedhofsordnung für den Döser Friedhof. Der Friedhof Döse 3 hat eine Fläche, die annähernd ein Dreieck bildet. Dort treffen sich der Heinrich-Grube-Weg und der Stickenbütteler Weg.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Pastor Erich Drägert schrieb über den Friedhof:
Der alte Friedhof wird urkundlich zuerst 1550 sowohl als Begräbnisplatz als auch als Gerichtsstätte erwähnt. Bis ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts war er der einzige Begräbnisplatz des Kirchspiels, das von Sahlenburg bis zum Schleusenpriel reichte. Auf dem Kirchhof ruhen zusammen mit Einheimischen eine Indianerin und ein Muselmann – zwischen Christen aus Spanien, England und anderen Ländern. Seit Ende des 17. Jahrhunderts sind Beerdigungsregister erhalten. Die verzeichneten Namen erinnern an zahlreiche Menschen, die bei Seenotfällen oder an Bord passierender sowie im Hafen liegender Schiffe starben. Der alte Döser Friedhof ist auch ein Friedhof der Namenlosen. Nie identifiziert worden sind zwei angetriebene Seeleute, in deren Kleidern die Initialen V. K. und M. J. standen.
Die Kapitäne Peter Herbst und Walter Jakobeit fanden auf dem Friedhof Döse 3 ihre letzte Ruhestätte.
Ehrenmale
Kriegsgräber
Auf dem Friedhof ruhen in einer gut gepflegten Kriegsgräberstätte im mittleren Bereich insgesamt 132 Tote des Ersten Weltkrieges. Davon 131 Soldaten der Kaiserlichen Marine, die in Ausübung ihres Dienstes im Verlauf des Krieges auf Kampfschiffen, Minen-, Vorposten- und Torpedobooten fielen, im Cuxhavener Marinelazarett an ihren Verwundungen oder durch Unfälle und Krankheit auf See und an Land starben. 8 von ihnen blieben bis heute unbekannt sowie ein russischer Kriegsgefangener, verstorben 1919.
Bilder
Grabstelle von Ernst Gock (2013)
Fußnoten
- ↑ jetzt als Friedhof Döse 1 bezeichnet