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Seeschlacht (Helgoland): Unterschied zwischen den Versionen

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Während des Deutsch-Dänischen Krieges um Schleswig-Holstein findet am [[9. Mai]] [[1864]] vor [[Helgoland]] ein entscheidendes Seegefecht statt. Beteiligt sind die österreichischen Fregatten "Schwarzenberg" und "Radetzky" sowie die preußischen Kanonenboote "Adler", "Blitz" und "Basilisk", die wenige Tage zuvor (am [[4. Mai]]) auf der Cuxhavener Reede stationiert wurden. Nach einer blutigen Schlacht konnte die österreichisch-preußische Flotte unter Kapitän [[Tegetthoff, Wilhelm, Freiherr von|Tegetthoff]] die Schlacht für sich entscheiden. Für seine Leistung wurde Tegetthoff am [[12. Mai]] zum Konteradmiral ernannt.
 
  
Am [[10. Mai]] kehrt das Geschwader nach [[Cuxhaven]] zurück, wo die 16 Verwundeten versorgt werden. Die Dänen mit den Fregatten "Niels Juel", "Jylland" und der Korvette "Hejmdal" unter dem Befehl von Kapitän Edouard Suenson ziehen ab.  
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Die '''Seeschlacht bei Helgoland''' am [[9. Mai]] [[1864]] war ein bedeutendes Gefecht des Deutsch-Dänischen Krieges um Schleswig-Holstein. Es fand in der [[Deutsche Bucht|Deutschen Bucht]] vor der damals britischen Insel [[Helgoland]] statt und stellte das einzige offene Seegefecht dieses Krieges dar.
  
Die 38 gefallenen Soldaten werden am [[11. Mai]] [[1864]] auf dem [[Friedhof Ritzebüttel|Ritzebütteler Friedhof]] beigesetzt. Weitere 3 Soldaten sterben in Hamburg an den Folgen der Schlacht.  
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==Vorgeschichte==
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Nach Kriegsbeginn im Februar 1864 hatte Dänemark die deutschen Nordseehäfen blockiert. Die dänische Flotte war zu dieser Zeit eine der stärksten Europas und behinderte erheblich den Seehandel und die Nachschubwege der deutschen Verbündeten. Um die Blockade zu brechen, entsandten Österreich und Preußen ein gemeinsames Geschwader in die Nordsee.
  
Eine anschließende Trefferzählung erbrachte an der Fregatte "Schwarzenberg" 80 Einschüsse.
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Die österreichische Marine unter dem Befehl von Linienschiffskapitän [[Tegetthoff, Wilhelm, Freiherr von|Wilhelm von Tegetthoff]] verfügte über die beiden Schraubenfregatten SCHWARZENBERG und RADETZKY sowie die Schraubenkorvette Donau. Die preußische Marine stellte die Kanonenboote ADLER, BLITZ und BASILIISK sowie den Raddampfer LORELEY zur Verfügung. Diese Einheiten waren am [[4. Mai]] [[1864]] auf der Cuxhavener Reede zusammengezogen worden, um von dort Operationen gegen die dänische Blockadeflotte zu führen.
  
Dies war das letzte offene Seegefecht, das mit Holzschiffen ausgetragen wurde, und gleichzeitig auch das letzte, an dem Dänemark beteiligt war.
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Auf dänischer Seite hatte Orlogskapitän Edouard Suenson das Kommando über das Nordseegeschwader, bestehend aus den Schraubenfregatten NIELS JUEL und JYLLAND sowie der Schraubenkorvette HEJMDAL.
  
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==Verlauf des Gefechts==
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Am Morgen des [[9. Mai]] [[1864]] stießen die beiden Geschwader vor Helgoland aufeinander. Tegetthoff griff die dänischen Schiffe an, obwohl diese zahlenmäßig und technisch leicht überlegen waren. Das Gefecht entwickelte sich zu einem hartnäckigen Artillerieduell auf kurze Distanz.
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Im Verlauf der Schlacht geriet die österreichische Fregatte Schwarzenberg, Tegetthoffs Flaggschiff, in Brand. Tegetthoff musste das Gefecht abbrechen und sich mit seinem brennenden Schiff zurückziehen. Suenson unterließ es jedoch, die verletzte österreichisch-preußische Flotte zu verfolgen, da eine Weiterverfolgung in die britischen Territorialgewässer um Helgoland geführt hätte. Stattdessen brachen die Dänen den Angriff ab und zogen sich zurück.
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==Verluste und Folgen==
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Die österreichischen Schiffe hatten mit 32 Toten und 59 Verwundeten die schwereren Verluste zu beklagen. Auf dänischer Seite fielen 14 Mann, weitere 55 wurden verwundet. Die preußischen Kanonenboote erlitten keine Verluste. Die Fregatte Schwarzenberg wies nach dem Gefecht rund 80 Treffer auf und war durch den Brand schwer beschädigt.
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Am [[10. Mai]] kehrte das Geschwader nach Cuxhaven zurück, wo die 16 Verwundeten versorgt wurden. Die 38 gefallenen Soldaten wurden am [[11. Mai]] [[1864]] auf dem [[Friedhof Ritzebüttel|Ritzebütteler Friedhof]] in Cuxhaven beigesetzt. Weitere drei Soldaten erlagen in Hamburg ihren Verletzungen.
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Für seine Führung wurde Tegetthoff am [[12. Mai]] zum Konteradmiral befördert. Trotz der höheren eigenen Verluste hatte er einen strategischen Erfolg errungen: Die Dänen hoben die Blockade der deutschen Nordseehäfen auf, und der Moralerfolg für die österreichisch-preußische Allianz war beträchtlich.
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==Historische Einordnung==
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Das Seegefecht bei Helgoland gilt als das letzte offene Seegefecht, das ausschließlich mit Holzschiffen ausgetragen wurde. Gleichzeitig war es das letzte Seegefecht, an dem Dänemark beteiligt war. Die Schlacht markierte den Übergang zur nächsten Generation von Kriegsschiffen – den gepanzerten Einheiten aus Eisen und Stahl, die wenige Jahre später die Holzflotten ablösen sollten.
  
  

Aktuelle Version vom 8. September 2026, 09:27 Uhr

ADMIRAL WILHELM VON TEGETTHOFF


Die Seeschlacht bei Helgoland am 9. Mai 1864 war ein bedeutendes Gefecht des Deutsch-Dänischen Krieges um Schleswig-Holstein. Es fand in der Deutschen Bucht vor der damals britischen Insel Helgoland statt und stellte das einzige offene Seegefecht dieses Krieges dar.

Vorgeschichte

Nach Kriegsbeginn im Februar 1864 hatte Dänemark die deutschen Nordseehäfen blockiert. Die dänische Flotte war zu dieser Zeit eine der stärksten Europas und behinderte erheblich den Seehandel und die Nachschubwege der deutschen Verbündeten. Um die Blockade zu brechen, entsandten Österreich und Preußen ein gemeinsames Geschwader in die Nordsee.

Die österreichische Marine unter dem Befehl von Linienschiffskapitän Wilhelm von Tegetthoff verfügte über die beiden Schraubenfregatten SCHWARZENBERG und RADETZKY sowie die Schraubenkorvette Donau. Die preußische Marine stellte die Kanonenboote ADLER, BLITZ und BASILIISK sowie den Raddampfer LORELEY zur Verfügung. Diese Einheiten waren am 4. Mai 1864 auf der Cuxhavener Reede zusammengezogen worden, um von dort Operationen gegen die dänische Blockadeflotte zu führen.

Auf dänischer Seite hatte Orlogskapitän Edouard Suenson das Kommando über das Nordseegeschwader, bestehend aus den Schraubenfregatten NIELS JUEL und JYLLAND sowie der Schraubenkorvette HEJMDAL.

Verlauf des Gefechts

Am Morgen des 9. Mai 1864 stießen die beiden Geschwader vor Helgoland aufeinander. Tegetthoff griff die dänischen Schiffe an, obwohl diese zahlenmäßig und technisch leicht überlegen waren. Das Gefecht entwickelte sich zu einem hartnäckigen Artillerieduell auf kurze Distanz.

Im Verlauf der Schlacht geriet die österreichische Fregatte Schwarzenberg, Tegetthoffs Flaggschiff, in Brand. Tegetthoff musste das Gefecht abbrechen und sich mit seinem brennenden Schiff zurückziehen. Suenson unterließ es jedoch, die verletzte österreichisch-preußische Flotte zu verfolgen, da eine Weiterverfolgung in die britischen Territorialgewässer um Helgoland geführt hätte. Stattdessen brachen die Dänen den Angriff ab und zogen sich zurück.

Verluste und Folgen

Die österreichischen Schiffe hatten mit 32 Toten und 59 Verwundeten die schwereren Verluste zu beklagen. Auf dänischer Seite fielen 14 Mann, weitere 55 wurden verwundet. Die preußischen Kanonenboote erlitten keine Verluste. Die Fregatte Schwarzenberg wies nach dem Gefecht rund 80 Treffer auf und war durch den Brand schwer beschädigt.

Am 10. Mai kehrte das Geschwader nach Cuxhaven zurück, wo die 16 Verwundeten versorgt wurden. Die 38 gefallenen Soldaten wurden am 11. Mai 1864 auf dem Ritzebütteler Friedhof in Cuxhaven beigesetzt. Weitere drei Soldaten erlagen in Hamburg ihren Verletzungen.

Für seine Führung wurde Tegetthoff am 12. Mai zum Konteradmiral befördert. Trotz der höheren eigenen Verluste hatte er einen strategischen Erfolg errungen: Die Dänen hoben die Blockade der deutschen Nordseehäfen auf, und der Moralerfolg für die österreichisch-preußische Allianz war beträchtlich.

Historische Einordnung

Das Seegefecht bei Helgoland gilt als das letzte offene Seegefecht, das ausschließlich mit Holzschiffen ausgetragen wurde. Gleichzeitig war es das letzte Seegefecht, an dem Dänemark beteiligt war. Die Schlacht markierte den Übergang zur nächsten Generation von Kriegsschiffen – den gepanzerten Einheiten aus Eisen und Stahl, die wenige Jahre später die Holzflotten ablösen sollten.


Die beteiligten Schiffe

Dänemark (Edouard Suenson)
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Niels Juel Schraubenfregatte 42 422 Gottlieb
Jylland Schraubenfregatte 44 327 Holm
Hejmdal Schraubenkorvette 16 260 Lund
Österreich (Wilhelm Freiherr von Tegetthoff)
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Schwarzenberg Schraubenfregatte 51 498 Tegetthoff
Radetzky Schraubenfregatte 37 372 Jeremiasch
Preußen
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Preussischer Adler Raddampfer 4 110 Klatt
Blitz Kanonenboot 3 66 Mac Lean
Basilisk Kanonenboot 3 66 Schau

Ehrenmal

Zur Erinnerung an dieses Seegefecht und die Toten der Schlacht wird am 9. Mai 1866 auf dem Ritzebütteler Friedhof ein von Kaiser Franz Josef I. gestiftetes Denkmal errichtet.