Weihnachtsflut

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In der Nacht vom 24 auf den 25 Dezember 1717 werden die Menschen an der Nordseeküste von einer verheerenden Sturmflut überrascht. Nachdem ein tagelanger Sturm die Küstenbevölkerung in Sorge versetzt hatte, flaut der Wind vor Mitternacht ab und die Menschen gehen nach dem Besuch der Christmette beruhigt ins Bett. Dann aber frischt der Wind auf und nach wenigen Stunden werden die Deiche in Norddeutschland und Holland überflutet. Der Sturm hält noch drei Tage an.

Im Amt Ritzebüttel und auf Neuwerk stürzen 150 Gebäude ein. Der marode Döser Deich wird vollkommen zerstört. Es gibt in Cuxhaven und den angrenzenden Ortschaften über 300 Tote. In Groden ertrinken 106 Menschen, in Döse, Duhnen und Cuxhaven sind es 178, auf Neuwerk 12 (etwa 1/4 der Bevölkerung) und in Altenbruch sowie in Lüdingworth sind es noch 33 Tote. Die Zahl der ertrunkenen Tiere beläuft sich auf weit über 5.000.

Insgesamt soll die Weihnachtsflut von 1717 an der ganzen Nordseeküste rund 11.000 Tote gefordert haben. Die Flut soll eine solche Kraft gehabt haben, dass sie sogar ein Schiff samt Ladung weit in das Land der Elbmündung bei Altenwalde befördert hat.

Literatur:

  • Hermann Borrmann: Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven; Verlagsgesellschaft Cuxhaven - Cuxhavener Nachrichten; 1982
  • Dietrich Hagen: Die jämmerliche Flut von 1717 - Untersuchungen zu einer Karte des frühen 18.Jahrhunderts; KomRegis-Verlag Oldenburg; 2005; ISBN 3-938501-08-1