Seeschlacht (Helgoland)

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ADMIRAL WILHELM VON TEGETTHOFF

Während des Deutsch-Dänischen Krieges um Schleswig-Holstein findet am 9. Mai 1864 vor Helgoland ein entscheidendes Seegefecht statt. Beteiligt sind die österreichischen Fregatten "Schwarzenberg" und "Radetzky" sowie die preußischen Kanonenboote "Adler", "Blitz" und "Basilisk", die wenige Tage zuvor (am 4. Mai) auf der Cuxhavener Reede stationiert wurden. Nach einer blutigen Schlacht konnte die österreichisch-preußische Flotte unter Kapitän Tegetthoff die Schlacht für sich entscheiden. Für seine Leistung wurde Tegetthoff am 12. Mai zum Konteradmiral ernannt.

Am 10. Mai kehrt das Geschwader nach Cuxhaven zurück, wo die 16 Verwundeten versorgt werden. Die Dänen mit den Fregatten "Niels Juel", "Jylland" und der Korvette "Hejmdal" unter dem Befehl von Kapitän Edouard Suenson ziehen ab.

Die 38 gefallenen Soldaten werden am 11. Mai 1864 auf dem Ritzebütteler Friedhof beigesetzt. Weitere 3 Soldaten sterben in Hamburg an den Folgen der Schlacht.

Eine anschließende Trefferzählung erbrachte an der Fregatte "Schwarzenberg" 80 Einschüsse.

Dies war das letzte offene Seegefecht, das mit Holzschiffen ausgetragen wurde, und gleichzeitig auch das letzte, an dem Dänemark beteiligt war.


Die beteiligten Schiffe

Dänemark (Edouard Suenson)
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Niels Juel Schraubenfregatte 42 422 Gottlieb
Jylland Schraubenfregatte 44 327 Holm
Hejmdal Schraubenkorvette 16 260 Lund
Österreich (Wilhelm Freiherr von Tegetthoff)
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Schwarzenberg Schraubenfregatte 51 498 Tegetthoff
Radetzky Schraubenfregatte 37 372 Jeremiasch
Preußen
Schiff Schiffstyp Kanonen Besatzung Kapitän
Preussischer Adler Raddampfer 4 110 Klatt
Blitz Kanonenboot 3 66 Mac Lean
Basilisk Kanonenboot 3 66 Schau

Ehrenmal

Zur Erinnerung an dieses Seegefecht und die Toten der Schlacht wird am 9. Mai 1866 auf dem Ritzebütteler Friedhof ein von Kaiser Franz Josef I. gestiftetes Denkmal errichtet.