Neptunus

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Titelblatt des Neptunus

Der Neptunus war die erste in Cuxhaven verfasste und gedruckte regelmäßige Zeitung.

Für Cuxhaven, damals noch Amt Ritzebüttel, begann die Zeitungsaera mit der Eröffnung des Seebades im Jahre 1816. Hierfür wurden während der Badesaison Fremdenlisten herausgegeben, gedruckt auf Schloss Ritzebüttel auf einer von Amtmann Abendroth beschafften Druckerpresse. Neben der Bekanntgabe bedeutender Gäste des Seebades erschienen auch Hinweise auf Veranstaltungen und Mitteilungen der Amtsverwaltung. Darüber hinaus wurden Anzeigen, überwiegend gastronomischer Art, veröffentlicht.

Aus diesen bei Rauschenplat veröffentlichten "Cuxhavener Fremdenlisten" hervorgegangen, erschien am 17. Juni 1903 erstmals die "Bade-Zeitung für das Nordseebad Duhnen". In der Zeit von Juni bis September eines Jahres wurden hier jeweils mittwochs alle Badegäste veröffentlicht, die sich beim Meldeamt angemeldet hatten.

Der täglichen Bedarf an journalistischen Informationen wurde derweil mit hamburgischen Zeitungen abgedeckt.

Neptunus

Am 6. August 1831 erscheint im Amt Ritzebüttel zum ersten Mal eine Zeitung speziell für das Amt. Sie wurde von Edward Ross, einem Hamburger Verleger, herausgegeben, in Hamburg gedruckt und nach Cuxhaven expediert. Sie erschien bis zum 15. April 1832 nur unregelmäßig. Danach konnte man in Ritzebüttel jeden Sonntag und jeden Mittwoch den "Wöchentlichen gemeinützigen Anzeiger von und für Ritzebüttel, Cuxhaven und Umgegend" mit dem Titel "Neptunus" lesen. Die grafische Gestaltung mit dem auf einem Delphin reitenden Meeresgott und Namensgeber Neptun, der Kugelbake und dem Cuxhavener Leuchtturm, stammte von Johann Eberhard.

1834 übernahm die Firma Kniesch & Rauschenplat den "Neptunus". Gedruckt wurde er in der 1831 gegründete Buchdruckerei F. S. Pforte, welche 1834 von Kniesch & Rauschenplat übernommen worden war.

Erdmann Reinhard August Rauschenplat wurde am 1. Oktober 1836 alleiniger Verleger und nannte den "Neptunus" am 1. Januar 1837 "Zeitung für das Amt Ritzebüttel, dessen Hafen und Umgegend".


Diesen Namen behielt die Zeitung bis zum 31. Dezember 1872, dann wurde sie in "Cuxhavener Tageblatt und Zeitung für das Amt Ritzebüttel" umbenannt.

Cuxhavener Tageblatt

Mit dieser Umbenennung am 1. Januar 1873 erschien das Tageblatt dreimal wöchentlich und ab dem 1. Juli 1897 schließlich täglich. Erst am 26. Oktober 1901 bekam das Tageblatt mit der "Cuxhaven-Döser-Zeitung" (ab 15. Juni 1905 "Cuxhavener Zeitung") Konkurrenz.

Am 24. November 1918 beschlagnahmte der Arbeiter- und Soldatenrat das Tageblatt und führte es als sein amtliches Organ bis zum 11. Februar 1919 unter dem Titel "Die neue Zeit" weiter. Nach dem Rücktritt des Soldatenrates wurde das Tageblatt wieder an den Verlag Rauschenplat zurückgegeben und bestand noch weitere drei Jahre. Am 31. August 1922 wurde die älteste Zeitung Cuxhavens aufgrund der Inflation eingestellt.

Der Name "Cuxhavener Tageblatt" tauchte nochmal von 1933 bis 1945 für die Zeitung der Nationalsozialisten wieder auf.

Literatur

  • Peter Bussler: Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven. Heimatbund der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 2002. ISBN 3-931771-36-9
  • Hermann Borrmann: Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven. Verlagsgesellschaft Cuxhaven mbH & Co Cuxhavener Nachrichten KG, 1982.
  • Chronik Rauschenplat