Johs. Oswaldowski

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Johannes Oswaldowski

Johs. Oswaldowski war eine Essigfabrik in Cuxhaven.


Die 1889 gegründete Firma zur Herstellung von Essig, Senf, Gewürzen, Sauerkraut, Gurken usw. wurde 1923 in die „Johs.Oswaldowski AG“ überführt.

Die Cuxhavener Essigfabrik in der Neufelder Straße gehörte zu dem Stammbetrieb in Hamburg Altona.

Nach dem ersten Weltkrieg plante Johs. Oswaldowski eine Essigfabrikation in Cuxhaven zu gründen, um dem steigenden Bedarf der damals aufblühenden Cuxhavener Fischindustrie befriedigen zu können. Dabei war die Errichtung eines aus Eisenbeten mit einem Füllvolumen von 450.000 Litern bestehenden Füllraumes vorgesehen.

Die Gründung dieser Essigfabrik wurde von den Betrieben der Cuxhavener Fischindustrie begrüßt, weil hier nach Altonaer Vorbild neben dem „normalen“ Essig auch Spezialessige für die Fischverarbeitung hergestellt werden sollten – so zum Beispiel für Bismarckheringe, Bratheringe, Rollmops, Geleeheringe und viele andere.

Unmittelbar vor der Grundsteinlegung der neuen Fabrik am 2. März 1924 stirbt Johannes Oswaldowski, die Vollendung seines Werkes bleibt seinen Mitarbeitern vorbehalten.

Das Interesse an diesem Essigwerk verdeutlichen zwei Meldungen aus einer Verbandszeitschrift:

  • 16. Mai 1924: Die seit 1889 bestehende bedeutende Essigfabrik Johs.Oswaldowski AG in Altona baut zur Befriedigung des steigenden Essigbedarfes der aufblühenden Fischindustrie in Cuxhaven dortselbst eine moderne Essigfabrik nach neuestem Verfahren.“
  • 5. Dezember 1924:Mit Rücksicht auf die außerordentliche große Besucherzahl von Interessenten anläßlich der Cuxhavener Eröffnungsfeier sieht sich die Firma genötigt, die Besichtigung auf 2 Tage zu verlegen. Am Freitag, dem 12. Dezember 1924 findet der Besuch der Herren von der Fischindustrie, der Banken, der Behörden und der Presse statt, am Sonnabend, dem 13. Dezember 1924 der Herren von der Essig- und Senfindustrie.

Die „Johs. Oswaldowski AG“ wurde 2003 durch die Carl Kühne GmbH & Co. KG übernommen.

Nachdem die ehemalige Essigfabrik in der Neufelder Straße lange Jahre leer stand, wurden die Gebäude zum Ende des Jahres 2020 abgebrochen.


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