Schreye, Marquard
Marquard Schreye (gestorben † 1420) war ein Hamburger Ratsherr, Bürgermeister und der vierte Amtmann des Amtes Ritzebüttel. Er leitete die Hamburger Verwaltung im heutigen Cuxhavener Stadtgebiet im frühen 15. Jahrhundert.
Leben und Wirken
Marquard Schreye entstammte einer einflussreichen Hamburger Ratsfamilie. Im Hamburger Rat stieg er bis in das Amt des Bürgermeisters auf. Nachdem Hamburg im Jahr 1394 die Burg Ritzebüttel von den Herren von Lappe erobert hatte, setzte der Hamburger Rat zur Verwaltung der neu gewonnenen Gebiete an der Elbmündung Ratsherren als Amtmänner ein. Diese residierten auf Schloss Ritzebüttel. Schreye trat sein Amt in Ritzebüttel im Jahr 1417 als Nachfolger von Meinhard Buxtehude an. Er übte die Funktion des obersten Verwalters, Richters und militärischen Befehlshabers der Region bis zu seinem Tod im Jahr 1420 aus. Sein Nachfolger vor Ort wurde Johann Wige.
Kernaufgaben in Ritzebüttel
Zu Schreyes Hauptaufgaben als Amtmann gehörten:
- Sicherung der Schifffahrt: Schutz der Elbmündung vor Seeräubern und die Sicherung des Hamburger Seehandels.
- Deichwesen: Organisation und Überwachung des Küstenschutzes im Amt Ritzebüttel.
- Gerichtsbarkeit: Wahrnehmung der richterlichen Gewalt über die lokale Bevölkerung im Namen der Stadt Hamburg.
- Verwaltung: Eintreiben von Abgaben und die Verwaltung von Schloss Ritzebüttel.
Ehrungen und Gedenken
Am 6. November 1922 benannte die Stadt Cuxhaven eine Straße im heutigen Wohnquartier Lehfeld (Ritzebüttel) nach Marquard-Schreye-Straße. Die Marquard-Schreye-Straße verbindet die Lehfeldstraße mit dem Lappeplatz.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Meinhard Buxtehude | Amtmann von Ritzebüttel (1417 - 1420) |
Johann Wige |