Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr...

Zweite Hafenanbindung

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zukünftiges Industriegebiet

Eine Zweite Hafenanbindung sowie ein Industriegebiet entstehen zwischen Altenbruch-Westerende und Altenbruch

Überblick

Mit der geplanten zweiten Hafenanbindung erfährt der Osten der Stadt Cuxhaven eine der größten infrastrukturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Zwischen den Stadtteilen Groden und Altenbruch entsteht ein neues Industriegebiet, das insbesondere der verbesserten Anbindung des Cuxhavener Hafens an das überregionale Verkehrsnetz dienen soll. Herzstück des Projekts ist ein neuer Hafenzubringer zur Bundesstraße 73 (B73), ergänzt durch eine leistungsfähige Brückenverbindung über die Bahnstrecke Cuxhaven–Hamburg.

Lage und räumliche Ausdehnung

Das betroffene Gebiet liegt zwischen:

  • dem Stadtteil Groden
  • der Bahnlinie Cuxhaven–Hamburg
  • der Bundesstraße 73
  • sowie dem Bereich Altenbruch

Ein zentraler Eingriff erfolgt entlang der Straße „An der Baumrönne“, von der aus der neue Hafenzubringer zur B73 geführt werden soll.

Infrastrukturmaßnahmen

Hafenzubringer zur B73: Geplant ist eine neue Straßenverbindung, die den Hafenverkehr direkt mit der B73 verbindet. Ziel ist es, den Schwerlastverkehr effizienter abzuwickeln und die innerstädtischen Verkehrswege zu entlasten.

Brückenbauwerk: Ein wesentlicher Bestandteil ist der Bau einer Brücke über die Bahnstrecke Cuxhaven–Hamburg. Diese soll für eine Traglast von bis zu 5.000 Tonnen ausgelegt werden und damit insbesondere den Anforderungen des Schwertransports im Hafenbetrieb gerecht werden.

Entwicklung eines Industriegebiets

Die neu erschlossenen Flächen zwischen Groden und Altenbruch werden in ein Industriegebiet umgewandelt. Diese Umnutzung umfasst:

  • die Erschließung neuer Gewerbeflächen,
  • die Ansiedlung hafenaffiner Betriebe,
  • sowie die Anpassung der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur.

Bereits im Vorfeld der Bauarbeiten wurden erste Wohngebäude entlang der betroffenen Bereiche zurückgebaut.

Auswirkungen auf die Alte Marsch

Mitten durch das Planungsgebiet verläuft die historische Landstraße Cuxhaven–Altenbruch, die „Alte Marsch“.

Denkmalschutz

Der östliche Abschnitt der Alten Marsch steht unter Denkmalschutz und bleibt von den direkten Eingriffen unberührt.

Veränderungen im westlichen Bereich

Der westliche, nicht denkmalgeschützte Teil der Straße wird vollständig in das neue Industriegebiet integriert. Dies führt zu:

  • dem Verlust historischer Straßenabschnitte
  • dem Abriss angrenzender Gebäude
  • sowie einer grundlegenden Veränderung des Landschaftsbildes

Zeitplan

Nach aktuellem Planungsstand (2026) soll der Baubeginn im Jahr 2027 erfolgen. Die Umsetzung wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken.

Bedeutung für die Stadtentwicklung

Die zweite Hafenanbindung stellt einen wichtigen Schritt zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung Cuxhavens dar. Sie verbessert die logistischen Voraussetzungen für den Hafen und stärkt die Attraktivität des Standorts für Industrie und Gewerbe.

Gleichzeitig bringt das Projekt tiefgreifende Veränderungen für die betroffenen Gebiete mit sich – sowohl in infrastruktureller als auch in historisch-kultureller Hinsicht.

Kritik und Diskussion

Das Vorhaben wird in der Öffentlichkeit unterschiedlich bewertet. Während wirtschaftliche Impulse und verbesserte Verkehrsflüsse begrüßt werden, gibt es auch Kritik an:

- dem Verlust gewachsener Strukturen
- Eingriffen in das Landschaftsbild
- sowie dem teilweisen Verschwinden historischer Verkehrswege

Die weitere Entwicklung bleibt Gegenstand kommunalpolitischer und gesellschaftlicher Diskussionen.

Einordnung

Die Maßnahme reiht sich ein in eine Reihe von Projekten zur Modernisierung der Hafeninfrastruktur und zur Stärkung der Rolle Cuxhavens als bedeutender Logistik- und Industriestandort an der Nordsee.