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Schulte, Ahlrich

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Ahlrich Schulte (* 11. August 1902 in Barßelermoor[1]/Ostfriesland; †  16. März 1974 in Cuxhaven) fuhr von Cuxhaven aus für die Reedereien Deutsche Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG), Cuxhavener Hochseefischerei AG und für die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH auch als Kapitän zur See.

Ahlrich Schulte musterte am 6. Februar 1918 auf dem Frachtsegler HENRIETTE in der Küstenfahrt an. Nach zwei Jahren Fahrtzeit wurde er Matrose. Ab dem 29. Juli 1920 war er auf der Jungfernreise der Viermastbark PRIWALL der Reederei Laeisz[2] nach Chile. Auf der Bark befanden sich zusätzlich 234 Seeleute. Sie sollten die in Chile internierten deutschen Segelschiffe nach Deutschland zurückbringen. Aufgrund erheblicher Schwierigkeiten mit diesen Seeleuten musste Montevideo/Uruguay als Nothafen angelaufen werden, wo einige dieser Personen das Schiff verließen. Er umrundete Kap Horn. Damit gehört Ahlrich Schulte neben Joseph König (* 10. März 1886 in Braunsberg/Ostpreußen) und Hans Peter Jürgens u. a. zu den Cuxhavener Cap Hornier-Kapitänen. Am 21. April 1921 musterte er in Hamburg ab und stieg im August des gleichen Jahres in die Hochseefischerei ein, indem er mit dem Bremerhavener Fischdampfer (FD) ADMIRAL SCHEER fuhr. Er wechselte 1922 nach Cuxhaven und musterte auf dem FD CUXHAVEN HC 62 (III) als Matrose und Netzmacher an. Nach mehreren Einsätzen auf hiesigen Schiffen war er ab 1925 II. Steuermann auf der FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT HC 48[3] und danach mit Kapitän Wilhelm Simoneit auf der RICHARD C. KROGMANN HC 206[4]. Auf der SENATOR PREDÖHL HC 121[5] wurde Ahlrich Schulte als I. Steuermann eingesetzt. Im April 1936 erhielt er das Kommando auf dem FD ESCHWEGE PC 244[6], anschließend auf dem FD DÖSE PC 109[7], der CELLE PC 270[8] und SENATOR HEIDMANN PC 128[9]. Seine Kapitänseinsätze bei der Cuxhavener Flotte wurden durch die Dienstzeit bei der Kriegsmarine ab September 1939 unterbrochen. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft ist er im Juli 1945 entlassen worden. Vom 15. Dezember 1950 bis 1961 hatte er die Führung der DÜSSELDORF NC 373[10], auf der Peter Herbst I. Steuermann war. Auf dem FD OSNABRÜCK beendete Kapitän Schulte seine aktive Laufbahn und ging im April 1963 in den Ruhestand.

Ahlrich Schulte wurde 1956 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Literatur


Fußnoten

  1. Barßelermoor: Ortsteil der Gemeinde Barßel im Landkreis Cloppenburg
  2. Laeisz: 1824 gegründet; Stammsitz in Hamburg
  3. FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT: 1914 gebaut; von 1914 bis 1927 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG
  4. RICHARD C. KROGMANN: 1928 gebaut; von 1928 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1943 bei der "Nordsee"; ab 1933 mit der Fischereikennung PC 206
  5. SENATOR PREDÖHL: 1922 gebaut; von 1922 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1951 bei der "Nordsee"; Fischereikennung --> ab 1933 PC 121, --> ab 1949 NC 121
  6. ESCHWEGE: 1920 gebaut; bis 1933 mit der Fischereikennung HC 244; von 1933 bis 1939 bei der "Nordsee"
  7. DÖSE: 1923 gebaut; von 1923 bis 1927 bei der DSAG; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; bis 1933 mit der Fischereikennung HC 109; von 1929 bis 1944 bei der "Nordsee"
  8. CELLE: 1932 gebaut; bis 1933 mit der Fischereikennung HC 270; von 1932 bis 1953 bei der "Nordsee"; ab 1949 mit der Fischereikennung NC 270
  9. SENATOR HEIDMANN: 1925 gebaut; bis 1933 mit der Fischereikennung HC 128; von 1925 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1952 bei der "Nordsee"; ab 1949 mit der Fischereikennung NC 128
  10. DÜSSELDORF: 1949 gebaut; von 1949 bis 1962 bei der "Nordsee"; 1961 umbenannt in GRIMMERSHÖRN