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Bigga, Willi: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 16. Dezember 2025, 21:03 Uhr

Willi Bigga (* 20. Juli 1904 in Wittken/Ostpreußen[1]; †  17. September 1944 auf dem Vorpostenboot V 1202 in der Nordsee) war ein Fischereikapitän. Er fuhr überwiegend für Cuxhavener Reedereien zur See.

Auf Vegesacker[2] Heringsloggern[3] arbeitete er sich vom Schiffjungen zum Matrosen hoch. Willi Bigga ging am 14. September 1924 an Bord des Cuxhavener Fischdampfers ALTE LIEBE HC 80[4] der Deutschen Seefischerei AG. Bis Januar 1930 fuhr er auf weiteren Schiffen der Cuxhavener Flotte. In Aberdeen/Schottland musterte er für eine Reise mit dem Altonaer[5] Fischdampfer MARLENE an. Er kehrte nach Cuxhaven zurück und fuhr dann als Netzmacher auf den Fischdampfern BEUTHEN HC 114[6] und ST. PAULI HC 147[7] der Reederei "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH. Ab 1931 wurde er als II. Steuermann auf dem Fischdampfer HANSA HC 230[8], dem Fischereimotorschiff CARL J. BUSCH[9] und dem Fischdampfer NORDLAND PC 105[10] sowie ab Mai 1935 als I. Steuermann auf der NORDLAND und ab Juni des gleichen Jahres auf dem Fischdampfer MEMEL PC 290[11]. Als Kapitän führte er den Fischdampfer THORN PC 240[12] von 1936 bis 1939.
Willi Bigga wurde zur Kriegsmarine eingezogen und später mit dem Eisernen Kreuz[13] EK 2 und EK 1 ausgezeichnet. Am 17. September 1944 sind die Vorpostenboote[14] V1201 JUNO und V 1202 FRIEDRICH SUTHMEYER mit Steuermannsmaat Bigga vor Helgoland durch Minen beschädigt, danach von Mosquito-Flugzeugen[15] angegriffen und von den Maschinenkanonen versenkt worden.
Willi Bigga war Inhaber der Befähigungszeugnisse B4 (Steuermann der Großen Hochseefischerei) ab 1931 und B5 (Kapitän der Großen Hochseefischerei) ab dem 24. Mai 1935.

Literatur

Cuxhaven, die Große Hochseefischerei und der Seefischmarkt - Schumann, N.; Hrsg.: Förderverein Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven e. V. - Cuxhaven: Verlag Rauschenplat, 2008 - 280 S. - ISBN 978-3-93551929-X

Weblink

Seekrieg 1944, September


Fußnoten

  1. Ostpreußen liegt jetzt in Polen und in Russland.
  2. Vegesack: nördlicher Stadtteil von Bremen
  3. Logger: schnelles Fangschiff; es gab Segel-, Dampf- und Motorlogger
  4. ALTE LIEBE: 1906 gebaut; von 1920 bis 1926 bei der Deutschen Seefischerei AG (DSAG)
  5. Altona gehörte damals zur Provinz Schleswig-Holstein und wurde 1937 an Hamburg angegliedert.
  6. BEUTHEN: 1921 gebaut; fuhr unter dem Namen OCHSENWÄRDER bzw. ab 1929 als BEUTHEN; von 1929 bis 1942 bei der "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH; Fischereikennzeichen ab 1933: PC 114
  7. ST. PAULI: 1920 gebaut; von 1925 bis 1927 bei der DSAG; von 1929 bis 1951 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen: bis 1933 HC 147; von 1933 bis 1949 PC 147; ab 1949 NC 147
  8. HANSA: 1918 gebaut; fuhr bis 1929 unter dem Namen GROHM und anschließend als HANSA; von 1931 bis 1933 bei der Hansa Hochseefischerei AG und von der "Nordsee" bereedert; nach der Fusion beider Reedereien --> von 1933 bis 1950 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen analog zur ST. PAULI
  9. CARL J. BUSCH: 1925 gebaut; fuhr bis 1929 als GROHM und ab 1929 als CARL J. BUSCH; von 1925 bis 1927 bei der DSAG; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG und von 1929 bis 1956 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen: bis 1933 HC 143; danach analog zur ST. PAULI
  10. NORDLAND: 1922 gebaut; von 1922 bis 1927 bei der DSAG; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG und von 1929 bis 1940 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen: bis 1933 HC 105, danach analog zur ST. PAULI
  11. MEMEL: 1935 gebaut; von 1935 bis 1944 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen bis 1933: HC 290
  12. THORN: 1920 gebaut; von 1933 bis 1950 bei der "Nordsee"; Fischereikennzeichen analog zur ST. PAULI
  13. Eisernes Kreuz: seit 1813 Kriegsauszeichnung
  14. Vorpostenboot: kleines Kriegsschiff zur Sicherung, Aufklärung bzw. Minenbekämpfung im Küstenvorfeld
  15. Mosquito: britisches Mehrzweckkampfflugzeug - als Jagdflugzeug mit 4 * 20 mm-Kanonen oder als Bomber mit 5 bis 7 Bomben