Bremer, Detlev: Unterschied zwischen den Versionen
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* Bremer, Detlev der Ältere. In: Neue Deutsche Biografie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955. | * Bremer, Detlev der Ältere. In: Neue Deutsche Biografie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955. | ||
Aktuelle Version vom 18. September 2026, 11:58 Uhr
Detlev Bremer (* 1403; † 1464) war ein bedeutender hamburgischer Politiker und Bürgermeister, der von 1445 bis 1447 als Amtmann zu Ritzebüttel amtierte.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Familie
Detlev Bremer entstammte einer einflussreichen Hamburger Kaufmannsfamilie. Sein Vater Otto Bremer († 1417) war Kaufmann in Hamburg, aus Holstein stammend, und Mitglied des sogenannten revolutionären 60er-Ausschusses der Bürgerschaft. Seine Mutter war Alke Kummerfeld. Detlev Bremer heiratete in erster Ehe 1428 Wommelke Lutow, eine Ratsherrntochter, und in zweiter Ehe Anna Bekerholt, Tochter eines 1411 aus der Stadt verbannten 60ers und Ratsherrn.
Aus seiner zweiten Ehe gingen hervor:
Detlev Bremer der Jüngere (1452–1506), später ebenfalls Bürgermeister von Hamburg Anna Bremer (1459–1485), verheiratet seit 1479 mit Hermann Langenbeck (1452–1517), Bürgermeister von Hamburg
Politische Karriere
Bremer gehörte zum hamburgischen Rat und stieg bis in das höchste Stadtamt auf. Ab 1447 war er Bürgermeister von Hamburg und prägte in dieser Funktion die hamburgische Politik über viele Jahre.
Amtmann zu Ritzebüttel und Otterndorf (1445–1447)
Parallel zu seinen Aufgaben in Hamburg amtierte Bremer von 1445 bis 1447 als Amtmann zu Ritzebüttel und Otterndorf. Damit war er im Mündungsgebiet zwischen Elbe und Weser für die hamburgischen Interessen verantwortlich. Diese Doppelbelastung war für führende Hamburger Ratsherren nicht ungewöhnlich, da Ritzebüttel als hamburgische Exklave strategisch wichtig war.
Weitere politische Ämter und Missionen
- 1434: Im Auftrag Hamburgs als Hauptmann Ostfrieslands damit beauftragt, das Gebiet um die Ems von Seeräuberei freizuhalten und die hansischen Handelsinteressen zu sichern.
- 1448: Setzte sich als Bürgermeister für den Bau einer Wasserstraße zwischen Nord- und Ostsee über Elbe, Alster und Trave ein (Kanalvertrag von 1448). Diese ehrgeizigen Strombaupläne überstiegen jedoch die Kräfte der Stadt.
- 1452/53: Kämpfte erneut, aber erfolglos, gegen Ulrich von Norden um die Aufrechterhaltung der hamburgischen Herrschaft in Ostfriesland.
- 1457: Gehörte zu einer hansischen Deputation, die das Einvernehmen mit Flandern wiederherstellte und das Hansekontor von Utrecht nach Brügge zurückführte.
- 1461: Verhandlungen mit König Christian I.
Ehrungen
In Cuxhaven erinnert die Detlev-Bremer-Straße in Ritzebüttel an den ehemaligen Amtmann. Die Benennung ehrt sowohl seine Tätigkeit als Ritzebüttler Amtmann (1445–1447) als auch seine weiteren Ämter als Otterndorfer Amtmann und Hamburger Bürgermeister.
Tod
Detlev Bremer starb 1464, im selben Jahr wie sein Amtsvorgänger in Ritzebüttel, Albert Widinghusen.
Literatur
- Hermann Borrmann: Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven. Verlagsgesellschaft Cuxhaven, Cuxhavener Nachrichten KG, 1982.
- Bremer, Detlev der Ältere. In: Neue Deutsche Biografie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Johann Gherwer | Amtmann von Ritzebüttel (1445 - 1447) |
Wilhelm Brandes |