Land Wursten

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Sielhafen Spieka-Neufeld 2007

Das Land Wursten ist eine historische Landschaft zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Es bildet heute, zusammen mit dem östlich angrenzenden Land Hadeln und dem jeweiligen Hinterland, einen typischen, relativ geschlossenen Kulturraum innerhalb des Landkreises Cuxhaven.

Der Name leitet sich her von dem niederdeutschen Begriff 'Wurtsassen' oder 'Wursaten', das heißt 'Wurten-Bewohner'. Wurten sind künstliche Siedlungshügel, die bis zur Errichtung von Deichen in den Marschgebieten der Nordseeküste den einzigen Schutz für Mensch und Vieh vor Hochwasser und Sturmfluten boten. Nachdem der Name lange Zeit nur noch eine Landschaftsbezeichnung gewesen war, ist er seit 1974 als Samtgemeinde Land Wursten wieder in den offiziellen Sprachgebrauch zurückgekehrt.

Das Land Wursten wurde von Friesen besiedelt und zählte sich lange Zeit zu den friesischen Seelanden. Erst 1524 endete die Unabhängigkeit endgültig.

Landschaft

Beim Land Wursten handelt es sich um eine Marsch, die im Westen von der Nordsee und im Osten von der Hohen Lieth, einem Geestrücken, begrenzt wird. Die Gegend ist traditionell landwirtschaftlich geprägt (Grünland, Milchvieh). Die Hohe Lieth, oder Wurster Heide, wird aus Schmelzwasserablagerungen und Geschiebe-Lehmen der pleistozänen Saale-Kaltzeit gebildet.

Entwässert wird das Land durch mehrere natürliche und künstliche Wasserläufe, deren Mündungen in die Weser mit Schleusen (Sielen) gesichert sind. Dort befinden sich die typischen, kleinen Fischerhäfen (Tiefs) von Spieka, Dorum, und Wremen. Die Kutter fischen vor allem in dem ausgedehnten Wattgebiet vor der Küste nach Krabben und Schollen. Wichtigste Einnahmequelle ist jedoch der Seebäder-Tourismus.

Das Wurster Watt ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

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