Haduloha

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Als Haduloha oder auch Haduloh bezeichnete man im frühen Mittelalter denjenigen Teil des alten Gaues Wigmodien (Wigmodi), der nördlich der Geeste das Gebiet der Hohen Lieth mit den angrenzenden Marschen umfasste. Der Name ging später verloren, er ist nur noch in der Bezeichnung für das Land Hadeln erhalten geblieben.
Früher hat man Haduloha überwiegend mit „Kampfwald“ übersetzt. Diese Erklärung ist abgeleitet von dem althochdeutschen Wort hadu, das soviel wie Hader, Kampf, Krieg bedeutet und dem mittelniederdeutschen loh, das soviel wie Gehölz oder Wald bedeutet.
Andere Forscher leiten loh von liotan (althochdeutsch = wachsen) bzw. dem niederdeutschen lode = Spross oder Schoß ab. Diese Ableitung führt zu der Deutung, dass loh als eine „wildbewachsene Fläche“, z.B. eine Heide gesehen werden könnte. Der Namensbestandteil hadu bzw. hade wird auch in Zusammenhang mit dem englischen hade gesehen, wo es Abhang oder Neigung bedeutet. Im Namen für die holsteinische Stadt Hademarschen weist der Bestandteil hade auf die erhöhte Lage an der Kante hin. Zusammenfassend gehen einige Forscher davon aus, dass Haduloha „Heidelandschaft an der Wasserkante“ bedeutet.
Beide Theorien haben ebenso viel Befürworter wie Ablehner.
Nach einer Sage soll der Anführer der Sachsen, die um 540 n.Chr. in Hadeln landeten und in verlustreichem Kampf eroberten, Hadelut geheißen haben und der Name sich daher ableiten.
Eine weitere Sage berichtet von einem dänischen König, dessen Sohn Frisonem Statthalter in Friesland war. Dessen Tochter hatte drei Söhne: Hadelricus, Thietmarsus und Kadelinus. Hiernach sollen Hadeln, Dithmarschen und Kehdingen benannt sein.